FIFI (klein, fies und bissig)

Der FIFI basiert auf der Idee, den damals gekauften Eisvogel von Küstenflieger stabiler zu bauen und die Flugleistungen zu verbessern. Über mehrere Versionen ist der aktuelle FIFI jetzt aus Carbon und mit geteilten Hartschalenflächen. Der Flächenholm aus Carbon kann gegen einen aus Stahl zum aufballastieren gewechselt werden.

Technische Daten
Spannweite: 760 mm in der aktuellen Version
Abfluggewicht: zwischen 190 und 300 Gramm, je nach Aufbau und Ballastierung
Besonderheiten: klein, fies und bissig

Es war einmal ein Eisvogel von der Firma Küstenflieger, der gerne im Rhönurlaub geflogen wurde.
Irgendwann war der Styroflügel „aufgebraucht“ und die Idee für einen Nachfolger war geboren. Raimund Sonst riet mir damals zu einem PW 75 Profil mit etwa 2° Schränkung. Die Geometrie des Flügels sowie die Schneidrippen waren schnell im CAD gezeichnet und auf der Fräse ausgefräst. Styropor war noch vorhanden und so wurde der erste Flügel mit dem heißen Draht geschnitten. Mylar Folie vom Elektromotoren-Instandsetzer wurde auf die Geometrie der Fläche zugeschnitten, mehrfach gewachst und dann lackiert. 100 Gramm Glasgewebe wurde mit 24 Stunden Harz eingestrichen und auf das lackierte Mylar gelgegt. Zu Stabilisierung kamen noch CFK Rovings oben und unten als Holm und als Endleiste auf das Mylar. Danach kam die vorher verklebten Flächenhälften zusammen mit dem Mylar in die Negativform des Styropors vom Flächen schneiden. Alles sauber ausgerichtet, die zweite Formenhälfte aufgelegt und mit Tesakrepp umwickelt. Zum Schluss kam die Fuhre in den Vakuumsack zum aushärten. Der Rumpf wurde genauso aufgebaut wir beim Eisvogel. In der Mitte leichte Birkensperrholz und von beiden Seiten mit Depron beplankt und etwas die Kanten verrundet (nur für die Optik).
Das war die Geburtsstunde des FIFI ... klein, fies und bissig

 

Zum nächsten Rhönurlaub waren drei FIFI´s fertig gestellt und wurden ausreichend in der Rhön getestet. Hier zeigte sich dann auch, wo noch Verbesserungspotential war. Der Aufbau des Rumpfs war nicht Rhöntauglich. Bei Berührungen und ungewollten Landungen brach er immer durch. Meistens vor der Nasenleiste. Eine Aufballastierung war bei dem Rumpfkonzept auch nicht möglich. Dar FIFI war beim Fliegen um die Längsachse auch sehr „bissig „ und „fies“. Etwas V-Form und mehr Spannweite könnten auch hier nicht schaden, um ihn etwas zu beruhigen. Zu Hause angekommen, wurden dann verschiedene Konzepte diskutiert und die Priorität erst einmal auf einen neuen Rumpf gelegt. Der sollte aus GFK/CFK erstellt werden, eine Abziehnase bekommen und es sollte Platz im Rumpf sein, um ihn aufballastieren zu können. Die erste Version des Rumpfes sah ein Birkensperrholzbrett hochkant im Rumpf vor, um den Empfänger und Akku befestigen zu können. Die Rumpfform und Aufstecknase wurden im CAD gezeichnet, und als Negativ in MDF gefräst. Um die Formen für mehrere Rümpfe stabiler zu bekommen und die Poren des MDF zu schlissen, wurden die Formen mit 24 Stunden Harz eingestrichen und mit einem Heißluftföhn so lange erwärmt, bis das Harz sich wie Wasser in die Poren saugte. Dies ergab nach Aushärtung eine sehr stabile Oberfläche der Form, die sich auch sehr gut bearbeiten und polieren lies.

 

Ein Jahr später wurde dann die „Priorität 2“ der Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Die Fläche wurde neu gezeichnet und dabei die Spannweite auf von 42 cm auf 58 cm erhöht, das Profil etwas angepasst und erstmalig bekam die Fläche eine leichte V-Form. Für die Optik wurde die Flächengeometrie auch noch etwas angepasst, und von der eckigen Geometrie auf eine elliptische Geometrie geändert. Die Anpassung der Flächenaufnahme erfolgte für den aktuellen Rumpf. Da die Rhönfahrt anstand, wurde für die Flächenerstellung auf die Erfahrungen der Positivbauweise zurück gegriffen, um schnelle Ergebnisse zu bekommen. Nach ein paar Nachtschichten konnten dann zwei neue Flächen mit in die Rhön zur Erprobung mitgenommen werden. In der Rhön wurde dann die neue Fläche gründlich erprobt. Die Erhöhung der Spannweite, das geänderte Profi und die V-Form verbesserten die Flugeigenschaften schon erheblich, leider spielte der aktuelle Rumpf bei dem harten Rhöhneinsatz nicht wie gewünscht mit. Bei härteren Landungen brach immer wieder die Rumpfnase ab. Auch das gewählte Profil, die Aufballastierung und die V-Form waren noch etwas verbesserungswürdig.

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